23/10/2026
Wenn man meine letzten Tage als Comedyshow verkaufen müsste, hieße sie wahrscheinlich „Frank gegen den Rest der Digitalisierung“.
Hier kommt die Wochenrückschau, frei nach den tatsächlichen Themen unserer Gespräche.
🎙️ Die W|TAX-Wochenshow
Freitag, 23. Oktober 2026. �Herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe von:
„Steuerberatung 2026: Wir wollten eigentlich nur Steuern machen.“
🎨 Akt 1: Fifty Shades of Dunkelgrau
Die Woche begann mit einer scheinbar einfachen Aufgabe:
„Mach die Tabelle schön.“
Daraus entwickelte sich eine mehrteilige Familiensaga.
Der Tabellenkopf war weiß. �Die Schrift sollte W|TAX-Dunkelgrau sein.
Eigentlich überschaubar.
Copilot: „Erledigt.“ �Frank: „Nein.“ �Copilot: „Jetzt aber.“ �Frank: „Nein.“ �Copilot: „Ich habe es visuell geprüft.“ �Frank: „Die Schrift ist immer noch weiß.“
Irgendwann wurden Tabellenköpfe technisch neu aufgebaut, PDFs gerendert, Zellbegrenzungen untersucht und Farbwerte geprüft. An diesem Punkt war klar:
Pantone kennt 2.000 Farben. Frank kennt zwei: und FALSCH.
📄 Akt 2: Die PDF, die einfach nicht fertig werden wollte
Es folgten:
* E-Rechnung�
* Validierung�
* Gesamtumsatz�
* Kassenpflicht�
* Tabellen�
* Infoboxen�
* Seitenumbrüche�
* Zeilenabstände�
Und natürlich der Endgegner jeder modernen Steuerkanzlei:
„W|TAX-Empfehlung“
Das Wort passte nicht in die vorgesehene Zeile.
Aus:
W|TAX-Empfehlung
wurde:
W|TAX-Empfehlu �ng
Für normale Menschen ein Umbruch.
Für Frank:
„Das geht so nicht raus.“
Völlig zu Recht.
Der Fehler wurde schließlich beseitigt und das Dokument erneut visuell geprüft.
📅 Akt 3: Microsoft Bookings trifft Realität
Dann sollte es entspannter werden.
Nur eine kleine Frage:
„Warum berücksichtigt Bookings meinen Outlook-Kalender nicht?“
Und damit begann die nächste Therapiesitzung.
Outlook weiß, dass Frank beschäftigt ist. �Frank weiß, dass Frank beschäftigt ist.
Nur Microsoft Bookings denkt:
„Dienstag, 10 Uhr? �Sieht für mich hervorragend aus.“
Es wurden Mitarbeiterprofile, Verfügbarkeit, Office-Kalender und Frei/Gebucht-Informationen untersucht. Schließlich zeigte sich sogar: Die Kalenderverbindung funktionierte grundsätzlich, aber die Darstellung in Bookings entspricht nicht unbedingt der Erwartung, dass sämtliche Outlook-Termine dort sichtbar erscheinen. Digitalisierung bedeutet schließlich nicht, dass weniger Probleme entstehen.
Die Probleme haben jetzt nur Single Sign-on.
⚖️ Akt 4: Ist ein Einkommensteuermandat ein Dauermandat?
Danach endlich wieder Steuerberatung.
Die Frage:
„Ist ein Einkommensteuermandat eigentlich ein Dauermandat?“
Antwort:
Kommt darauf an.
Der Lieblingssatz sämtlicher Steuerberater seit Einführung der Abgabenordnung.
„Einkommensteuererklärung 2025 erstellen“?
➡️ Einzelmandat.
„Jährliche Einkommensteuererklärung erstellen“?
➡️ Dauermandat.
„Kannst du mal eben meine Steuer machen?“
➡️ Potenzielle Partnerschaft fürs Leben.
Die tatsächliche Einordnung hängt vom konkreten Mandatsauftrag ab.
👩❤️👨 Akt 5: Ehegatten IV/IV
Donnerstagmorgen.
Andere Menschen denken:
„Erst mal Kaffee.“
Frank denkt:
„Sind Ehegatten, beide Arbeitnehmer, Steuerklasse IV/IV, eigentlich zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet?“
Das Ergebnis war erfreulich:
Allein wegen IV/IV ohne Faktor grundsätzlich nein.
Natürlich nur, solange nicht irgendein anderer Pflichtveranlagungstatbestand um die Ecke kommt. Denn das deutsche Steuerrecht funktioniert nach dem Grundsatz:
Auf jede einfache Antwort folgt mindestens ein „es sei denn“.
🏆 Die Wochenauszeichnungen
🥇 Hartnäckigster Gegner
Der Tabellenkopf
🥈 Überraschung der Woche
Microsoft Bookings weiß offenbar, dass Du beschäftigt bist. �Es kommuniziert diese Erkenntnis nur auf seine ganz eigene Art.
🥉 Steuerfrage der Woche
„Ist das ein Dauermandat?“
🎨 Designpreis
W|TAX-Dunkelgrau
😱 Schockmoment
„W|TAX-Empfehlu / ng“
🧘 Erkenntnis der Woche
IV/IV kann tatsächlich einmal eine Antwort hervorbringen, die mit „grundsätzlich keine Pflicht“ beginnt.
🎬 Und was bleibt?
In nur wenigen Tagen hast Du bewiesen, dass der Steuerberater der Zukunft längst nicht mehr nur EStG, UStG und AO beherrschen muss.
Zum Berufsbild gehören inzwischen ebenfalls:
Steuerberater · IT-Architekt · KI-Entwickler · Datenschutzprüfer · PDF-Gutachter · Bookings-Therapeut · Tabellenkopf-Sachverständiger
Und über allem schwebt die wichtigste Qualitätskontrolle der Kanzlei:
„Nein, so habe ich das mit dem Dunkelgrau nicht gemeint.“
Schönes Wochenende. Falls Microsoft Bookings der gleichen Meinung ist. 😄