29/09/2026
Muss ich als Kanzleiinhaberin eigentlich alles entscheiden? 🤔
In den letzten Wochen ist mir etwas aufgefallen: Meine Mitarbeiterinnen kommen mit einer Frage zu mir, wir besprechen das Thema und treffen eine Entscheidung. Eigentlich völlig normal.✨
Nur denke ich inzwischen manchmal hinterher: Warum musste ich das eigentlich entscheiden? Nicht, weil mich die Frage stört, sondern weil meine Mitarbeiterinnen viele dieser Entscheidungen genauso gut selbst treffen könnten. 💡
Beim DATEV KanzleiCamp habe ich vor Kurzem eine Session zum Thema „Führung ohne Hierarchie“ besucht. Seitdem beschäftigt mich die Frage noch mehr, wie wir Verantwortung in unserer Kanzlei künftig verteilen wollen.
Denn einfach zu sagen „Entscheidet ruhig selbst“ reicht nicht. Woher soll eine Mitarbeiterin wissen, was sie selbst entscheiden darf, wenn wir vorher nie festgelegt haben, wo die Grenzen liegen?
Deshalb möchte ich mit meinem Team in den nächsten Monaten genau solche Situationen sammeln:
– Mit welchen Fragen kommen meine Mitarbeiterinnen zu mir?
– Welche davon könnten sie künftig selbst entscheiden?
– Welche Leitplanken brauchen sie dafür?
– Wann reicht es, mich zu informieren?
– Wann sollten wir uns abstimmen?
– Welche Entscheidungen bleiben tatsächlich bei mir?
Daraus soll nach und nach eine Entscheidungsmatrix für unsere Kanzlei entstehen.📊
Mein Ziel ist nicht, möglichst viele Entscheidungen loszuwerden. Ich möchte, dass Verantwortung dort übernommen werden kann, wo auch das Wissen für die Entscheidung vorhanden ist.
Das bedeutet für mich allerdings auch, etwas zu lernen: Nicht jede Frage beantworten zu müssen, nur weil ich die Kanzleiinhaberin bin. 😉
Ich bin gespannt, wie sich das bei uns entwickelt. 🍀
Wie ist das bei euch?
Ist klar geregelt, wer was entscheiden darf, oder landen bestimmte Fragen am Ende doch immer bei derselben Person? ⤵️