01/10/2026
Steuernews im Oktober 📢
E-Rechnung, digitale Steuerbescheide, Schulgeld über den Förderverein, Spekulationsfrist bei Immobilien, Photovoltaik Anlagen und die Grunderwerbssteuer, Entwurf des Einkommensteuerreformgesetzes
Das gibt's neues im Spooktober 👻
Wie immer gilt:
Bitte beachtet, dass dies lediglich allgemeine und beispielhafte Informationen darstellen, die keine individuelle Beratung ersetzen. Sprecht uns gerne an, wenn ihr eine Beratung zu einem für euch relevanten Thema benötigt.
Euer Quadriga und VS Audit Team
Steuerberatung | Wirtschaftsprüfung | Finanzbuchhaltung
E-Rechnung ab 2027:
Eine einfache PDF-Rechnung reicht dann nicht mehr. Wer 2026 mehr als 800.000 € Umsatz hatte, muss Rechnungen an andere Unternehmen als E-Rechnung (XRechnung oder ZUGFeRD) ausstellen. Empfangen und aufbewahren müssen alle Unternehmen schon seit 2025. Keine Pflicht besteht u. a. bei Kleinbetragsrechnungen bis 250 €, steuerfreien Umsätzen und Rechnungen an Endverbraucher.
Steuerbescheide ab 2027 digital:
Mit aktivem ELSTER-Konto werden Bescheide künftig digital bekannt gegeben – ohne erneute Einwilligung. Der Bescheid gilt 4 Tage nach Bereitstellung als bekannt gegeben, auch wenn das Postfach nicht geöffnet wurde. Die Einspruchsfrist läuft also trotzdem. Wer weiterhin Papier möchte, muss das beantragen.
Schulgeld über den Förderverein:
Der BFH hat am 3.6.2026 entschieden: Zahlungen an den Förderverein der Schule können als Schulgeld abzugsfähig sein (30 %, max. 5.000 € pro Jahr), wenn das Geld nachweislich nur für den Schulbesuch verwendet wird.
Spekulationsfrist bei Immobilien:
Für die 10-Jahres-Frist zählt in der Regel der Vertragsabschluss – nicht der Besitzübergang oder die Grundbucheintragung (BFH vom 18.6.2026). Keine einseitigen Rücktrittsrechte vereinbaren und bei Zweifeln vor dem Verkauf beraten lassen.
PV-Anlagen beim Hauskauf:
Dach- oder fassadenintegrierte PV-Anlagen zählen zum Grundstück und werden bei der Grunderwerbsteuer mitberechnet. Aufdachanlagen gelten als Zubehör und zählen nach Ansicht des Finanzministeriums Niedersachsen nicht dazu – andere Länder sehen das teils anders. Am